Das UNABHÄNGIGE FILMFEST OSNABRÜCK trägt diesen interessanten Entwicklungen mit „Vistas Latinas“ Rechnung, einer eigens für den lateinamerikanischen Film eingerichteten Sektion im Festival. Was jedoch macht diesen neuen lateinamerikanischen Film aus? Worüber spricht er? Kann man von einer verbindenden Ästhetik des lateinamerikanischen Kinos sprechen? Wie 'unabhängig' ist Filmemachen jenseits des Atlantiks? Und unter welchen Bedingungen wird dort Kino gemacht und rezipiert?
Diese und ähnliche Fragen werden Inhalt des ersten Panels des FILMFESTES zum lateinamerikanischen Kino sein, auf dem einige Tendenzen aufgezeigt und vor allem Publikum und Presse mit Fachleuten und Filmschaffenden ins Gespräch kommen sollen.
Eingeladen sind neben den Regisseuren der auf dem FILMFEST laufenden Filme Sonja Hofmann und Sven Pötting, beide ausgewiesene Experten des Fachs. Die an der Kölner Kunsthochschule für Medien tätige Lateinamerikanistin Sonja Hofmann leitet die Kultursparte der Lateinamerika-Zeitung Matices und ist neben verschiedenen anderen Festivaltätigkeiten Mitinitiatorin der lateinamerikanischen Filmtage der Kölner Kino Gesellschaft. Der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaftler Sven Pötting arbeitet als Dozent an der Universität zu Köln und ist neben seiner breiten Publikationstätigkeit für die von der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen geförderten Informationsplattform kinolatino.de verantwortlich. Moderiert wird das Panel von Gunnar Nilsson.
Panel: Der neue lateinamerikanische Film – Was ist das?
Samstag, 15.10. um 15.00 Uhr , Spitzboden
Nach einer Zeit der Krise in den 1990er-Jahren vor allem in solch wichtigen Filmländern wie Brasilien oder Argentinien “brummt” der lateinamerikanische Film wieder. Damit ist allerdings nicht vordringlich der Kassenerfolg im Hollywood-Maßstab gemeint, sondern die Tatsache, dass erstaunliche frische und qualitätsvolle Filme auf hochrangigen internationalen Festivals Preise gewinnen und Namen wie Carlos Reygadas oder Walter Salles inzwischen weitaus mehr als Geheimtipps sind.
