Auf dem Programm stehen vier Filme des deutsch-jüdischen Komikers Max Davidson, der 1875 in Berlin geboren wurde und Ende der zwanziger Jahre in Hollywood so erfolgreich war wie Stan Laurel und Oliver Hardy („Dick und Doof“). Mit Beginn der Tonfilmzeit geriet Davidson jedoch in Vergessenheit und wurde erst im Jahr 2010 wiederentdeckt. „Das Filmmuseum München hat die noch erhaltenen Arbeiten von Max Davidson restauriert und stellt sie uns für die Osnabrücker Aufführung zur Verfügung“, sagt FilmFest-Leiter Vollmers. „In diesen umwerfend komischen Filmperlen lebt noch heute der unbeschwerte Humor, mit dem das Kino in seinen Anfangstagen als Jahrmarktsattraktion bekannt wurde.“ Auf dem Programm stehen die Titel „Die unfolgsame Tochter“ (Why Girls Say No, Regie: Leo McCarey), „Das Haus der Tausend Freuden“ (Call of the Cuckoo, Regie: Clyde Bruckman), „Und ein stolzer Hahn dabei“ (Pass The Gravy, Regie: Frank Guiol) und „Der hosenlose Opa“ (Flaming Fathers, Regie: Leo McCarey). Am Klavier begleitet Meik Kraft, Student des Instituts der Musik an der Hochschule Osnabrück, der bereits im vergangenen Dezember den deutschen Stummfilm „Die Gezeichneten“ musikalisch untermalt hatte. Die Präsentation findet in Kooperation mit der Christengemeinde in Osnabrück sowie mit der Hochschule Osnabrück statt, aus deren Initiative „Neues Leben zwischen alten Gräbern“ die Stummfilm-Reihe entstanden ist.
Filme von Max Davidson
Live-Musik: Meik Kraft
Freitag, 1. März 2013
19:30 Uhr
Johannis-Kapelle, Osnabrück
Iburger Str. 54
Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 4 Euro

