Schulvorstellungen

Das Programm 2009

Am 22. und 23. Oktober präsentiert das FilmFest in seinen Schulvorstellungen vier Filme, die über die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland, Mexiko, Brasilien und Frankreich erzählen. Sie alle beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Thema Kinderrechte.  Nähere Informationen zu den Filmen finden Sie im Folgenden.
Die Schulvorstellungen finden wieder im Haus der Jugend (Große Gildewart 6 -9) statt. Der Eintritt beträgt pro Schüler/in 1,- €.

Unsere Schulvorstellungen  bieten mehr als das normale Kino. Denn bei uns diskutieren die Regisseure oder sachkundige Referenten mit Ihnen und Ihren Schülern über die Filme. Denken Sie deshalb bitte daran, über die Filmlänge hinaus ca. weitere 30 Minuten für die Diskussion einzuplanen.
Bei Interesse an einem Besuch der Schulvorstellungen bitten wir Sie, sich rechtzeitig telefonisch oder per Mail anzumelden. Gerne senden wir Ihnen dann zur Vorbereitung des Filmbesuchs umfassendes Infomaterial zu den Filmthemen. Selbstverständlich können Sie mit Ihren Schüler/innen auch andere Vorstellungen des FILMFESTES besuchen. Hinweisen möchte wir Sie insbesondere auf unser diesjähriges Special zum aktuellen lateinamerikanischen Film: „Vistas Latinas“.

Filmpreis für Kinderrechte

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Los Herederos (Die Erben)

Los Herederos (Die Erben)
Regie: Eugenio Polgovsky, Mexiko 2008
Termin: Donnerstag, 22.10.09, 11.30 Uhr Haus der Jugend
Länge: 90 Minuten, deutsch eingesprochen, Geeignet ab der 8. Klasse

Eugenio Polgovsky schildert den Alltag von Landarbeiterkinder aus Mexiko, die von klein auf arbeiten müssen und so etwas wie eine verspielte Kindheit nicht kennen. Sie arbeiten auf der Farm, hüten Viehherden, ernten Tomaten, Chilis oder Mais, brennen Tonziegel, weben Stoffe, basteln phantasievolle Alebrijes-Figuren, holen Wasser und passen nebenbei noch auf ihre kleinen Geschwister auf. Das geht seit vielen Generationen so.
In Los Herederos ist die Kamera nahezu immer auf der Augenhöhe der Kinder. Der Film zeigt die ungeschminkte Realität der Armut und zugleich den engen Zusammenhalt im Familien- und Freundeskreis. Mit seinem präzisen und einfühlsamen Blick schafft er eine poetische Verdichtung, die es auch den jungen Zuschauern leicht macht, sich auf diese für sie fremde Welt einzulassen.


Filmpreis für Kinderrechte

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Lena, Stella, Ümmü und die anderen

Lena, Stella, Ümmü und die anderen
Regie Betty Schiel, Deutschland  2008
Termin: Donnerstag, 22.10.09, 15.00 Uhr Haus der Jugend
Länge: 45  Minuten, Geeignet ab der 8. Klasse

Vorfilm: El Encargado, Sergio Barrejón, Spanien 2008, 08 Min.

Lena, Stella, Ümmü und die anderen gehen zusammen in eine Klasse. In der Gruppe des Klassenzimmers checken sich die Kinder immerfort aus. Anscheinend ist Lena die Chefin, aber vielleicht sagt doch Stella den anderen wo es langgeht. Patrick schaut sich das Ganze als Außenseiter an. Was er denkt, weiß man nicht wirklich. Und wenn Ümmü lacht, scheint die Sonne. Alltag in der M3, Mittelstufe der Hansaschule, einer Förderschule für geistig behinderte Kinder in Gelsenkirchen Bulmke-Hüllen.
Die Kamera folgt den Kindern auf Augenhöhe. Die Klasse von Lena, Stella und Ümmü bildet ein Soziogramm, das ständig in Bewegung ist. Alle nehmen ihre festen Rollen ein, variieren den Spielraum jedoch in der täglichen Konfrontation mit ihren Mitschülern und Lehrern. Im Klassenzimmer, auf dem Schulhof, im Schwimmbad oder bei einem Ausflug spielen sich kleine und große Dramen ab. So wie im Leben und an anderen Schulen auch.

Filmpreis für Kinderrechte

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Khamsa

Khamsa
Regie: Karim Dridi, Frankreich 2008
Termin: Freitag, 23.10.09, 11.30 Uhr Haus der Jugend
Länge; 103 Min.,  deutsch eingesprochen, geeignet ab der 8. Klasse

Der elfjährige Marco lebt in einem Pflegeheim, nachdem sein kleiner Bruder bei einem Brand fast gestorben wäre und er von seiner Stiefmutter verstoßen wurde. Immer wieder reißt er aus, um mit seinen Freunden und Cousins im Zigeunerlager in Marseille zu leben. Dort hofft er auf den Durchbruch seines Cousins Tony, der mit Hahnenkämpfen Geld verdienen will. Aber als er durch seinen besten Freund Coyote den jungen Araber Rachitique kennen lernt und später mit ihm kurzerhand mehrere hundert Euros erbeutet, wittert er das große Geld. Schnell arbeitet er sich hoch und was mit dem Diebstahl von Handtaschen und Mofas beginnt geht schnell über zu  Einbrüchen und wirklich großen Delikten. Doch nach und nach kristallisiert sich heraus, dass Marco nicht sein Leben lang Dieb sein mag. Denn eigentlich träumt er von einem ganz normalen Leben als Bäcker.

Filmpreis für Kinderrechte

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Puisque nous sommes nés

Puisque nous sommes nés (Because we were born)
Regie: Jean-Pierre Duret & Andréa Santana, Brasilien, Frankreich 2008
Termin: Freitag, 23.10.09, 17.30 Uhr Haus der Jugend
Länge: 90 Min., deutsch eingesprochen, geeignet ab der 8. Klasse


Eine Großtankstelle irgendwo im Bundesstaat Pernambuco im Nordosten Brasiliens wird für Cocada (13) und Nego (14) zu einem Ort, der Hoffnung und Veränderung verspricht. Während Nego mit seiner Mutter und einer großen Geschwisterschar in einem Elendsviertel lebt, schläft sein bester Freund Cocada, nach der Ermordung seines Vaters, allein in einem alten LWK. Die Jungen verbringen den größten Teil des Tages an der Tankstelle und verdienen ein bisschen Geld durch kleine Hilfsarbeiten. Trotz ihrer trostlosen Lage versuchen sie den Drogen fernzubleiben und nicht in die Kleinkriminalität abzurutschen, denn sie träumen von einem Leben jenseits der tristen Armut. Genährt wird ihre Hoffnung durch einen gutherzigen Fernfahrer, der für Cocada beinahe zu einer Art Vaterersatz wird. Deshalb ist es sein größter Wunsch selbst eines Tages als LKW-Fahrer zu arbeiten und so den Traum vom besseren Leben in einer anderen Welt zu verwirklichen.

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